5 Vorteile des Sprachenunterrichts via Skype

5 Gründe eine Sprache via Skype zu lernen

Digitales Lernen ersetzt für Erwachsene mehr und mehr den Gang ins Klassenzimmer. Volkshochschulkurse sind schon lange überflüssig geworden und ohnehin meistens maßlos überfüllt – der moderne Lerner lässt den Frontalunterricht à la youtube zu oder erwirbt Onlinekurse.

Mit dem Erlernen einer Fremdsprache verhält es sich nicht anders. Über 50% unserer Kunden bevorzugen mittlerweile den Online-Unterricht in Englisch, Spanisch, Französisch oder Deutsch.

Doch warum liegt das so im Trend? Hier erfahrt ihr 5 Gründe, weshalb Sprachenunterricht via Skype so genial ist ... und auch noch Spaß macht!

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Die 5 überzeugendsten Gründe, warum du heute noch mit dem Englisch lernen anfangen solltest

5 Gründe Englisch zu lernen

Englisch landet mit 339 Mio. Muttersprachlern auf Platz 3 der meistgesprochenen Sprachen der Welt (Platz 1:Mandarin, Platz 2:Spanisch). Sie ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und die beliebteste Sprache bei der Wahl eines Sprachkurses (in Deutschland). Es wird zunehmend schwieriger für Personen ohne Englischkenntnisse sich auf Reisen oder in der Berufswelt zu verständigen. Wer sich immer noch nicht durchgerungen hat Englisch zu lernen, sollte sich von unseren Top 5 - Gründen überzeugen lassen. 

 

Es geht sofort los mit dem Fakt aller Fakten, der eigentlich schon ausreichend wäre, gleich morgen mit dem Englisch lernen anzufangen:

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Vokabeln mal anders

Vokabeln lernen Tipps

Karteikartenkuddelmuddel und Vokabelhäftlinge. Fühlt ihr euch wie ein Gefangener eurer monotonen Lernroutine, wenn ihr zehn Minuten auf ein Wort starrt und im Grunde nur darüber nachdenkt, dass der Geschirrspüler sich nicht von alleine ausräumt und jetzt eigentlich ein guter Zeitpunkt für das Telefonat mit eurer oft vernachlässigten Freundin Wilma Schillen wäre. Hier sind 5 unkonventionelle Methoden, um euren Wortschatz in eurer Wunschsprache ohne stundenlanges Auswendiglernen zu erweitern:

 

1. Youtube - Vlogs

 

Sofern ihr gerne mal von draußen in anderer Leute Wohnzimmer schaut, ist ein unterhaltsamer Youtube-Kanal genau das Richtige für euch – natürlich in eurer Lernsprache! Es gibt mittlerweile viele Menschen, die  tagein tagaus ihr Alltagsgeschehen filmen und daraus ein ansprechendes 10-minütiges Video schneiden und auf Youtube veröffentlichen. Solche Videos gewähren euch nicht nur einen Einblick in eine fremde Kultur, sondern machen euch auch vertraut mit gängigen Redewendungen und Alltagsvokabular in eurer Wunschsprache. Ihr lernt garantiert zwischen 5 und 10 neue Wörter pro Video, sofern es Vokabeln sind, die für das Video relevant sind und somit öfter in den 10 Minuten wiederholt werden. Nebenbei gibt es die richtige Aussprache als Goodie dazu.

 

2. Filme / Serien

 

Wer es fiktiver mag, sollte sich auf Filme oder Serien in eurer Wunschsprache konzentrieren. Sofern ihr Anfänger seid, ist es wichtig, dass ihr euch bereits bekannte Filme oder Serien anschaut, da ihr mit dem Inhalt dann schon vertraut seid und euch besser auf die Sprache konzentrieren könnt. Empfehlenswert sind Untertitel, allerdings bitte auch in eurer Lernsprache, da ihr so einfacher das gesprochene und geschriebene Wort miteinander verknüpfen könnt – das steigert den Lernerfolg! Kommt für euch eine Serie wie Vampire Diaries in Frage, habt ihr wahrscheinlich schon nach der ersten Folge die Übersetzung für die Wörter „Hexe“, „beißen“ oder „Tagebuch“ parat. Für den Anfang wählt ihr besser leichte Kost, von Arztserien à la Grey’s Anatomy oder Wissenschaftskauderwelsch wie in „The Big Bang Theory“ ist aufgrund des hochspezifischen Vokabulars eher abzuraten!

 

3. Post-it

 

Wählt ein Thema, mit dem ihr euch gerade in eurer Wunschsprache beschäftigen wollt, zum Beispiel Haus/Wohnung oder ganz speziell Küchenutensilien. Schlagt die Übersetzungen im Wörterbuch nach und schreibt diese auf einen Post-it. Diesen befestigt ihr dann zuhause an dem entsprechenden Gegenstand. Immer wenn ihr nun das Messer in der Schublade seht, seht ihr auch das Wort. Wenn ihr, bevor ihr die Schublade beim nächsten Mal öffnet, die Gegenstände mit ihren Übersetzungen nennen könnt, war die Methode erfolgreich und ihr könnt den Zettel feierlich entsorgen.

 

4.  Assoziationen

 

Assoziiere eine neue Vokabel mit etwas, was der Lautung ähnelt und dann baue eine Geschichte drum herum. Nehmen wir zum Beispiel das englische Wort accomodation für Unterkunft Es klingt ein bisschen nach Kommode. Jede gute Unterkunft besitzt eine Kommode. Das mag dir blöd vorkommen, je abstruser die Geschichte ist, desto besser prägt sich die Vokabel  ein. Für das Wort towel (Handtuch) stell dir folgendes Bild vor „Paul trocknet sich ab mit einem towel“. Es ist wichtig, dass das Gehirn ein Wort mit einem Bild verknüpfen kann. So arbeiten die linke und die rechte Gehirnhälfte zusammen und das Wort wird schneller abgespeichert.

 

5. Bücher

 

Wenn du Anfänger bist, hole dir ein Kinderbuch mit Bildern in der Fremdsprache. Auch hier gilt: Durch die Illustrationen verknüpfst du die Wörter besser.

Sofern du ein fortgeschrittener Lerner bist, lese ein Buch, dass du schon kennst oder von dem du weißt, dass es einfach zu lesen ist. Mache nicht den Fehler und schlage jedes dir unbekannte Wort nach – dabei sinkt das Lesevergnügen. Schlage nur die Wörter nach, die regelmäßig auftauchen und daher wichtig für die Handlung zu sein scheinen. Diese wirst du dann auch fast automatisch und ohne langes Auswendiglernen in deinem Gedächtnis speichern. 

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Wie wir eine Sprache lernen

Wie kann man eine Sprache lernen?

„Ich kann machen, was ich will, aber das Wort mnemonic  bekomme ich einfach nicht in meinen Kopf.“ So oder so ähnlich klingt es jeden Tag in meinen Ohren. Manchmal finden sich in Texten Wörter, die wir nicht verstehen. Meine fleißigen Kunden schreiben sich dann jedes Wort heraus, übersetzen und lernen und im Falle von mnemonic lernen und lernen und lernen ... Oftmals sage ich: „Forget it, mnemonic ist ein Wort, mit dem selbst ich in 20 Jahren vielleicht zweimal in Berührung gekommen bin. Du kannst dir damit kein Brot kaufen, kein Hotelzimmer mieten und auch nicht ausdrücken, dass der Abfluss verstopft ist.“ Das ist nämlich der Punkt: Das Wort muss für dich relevant, interessant und nützlich sein – nur dann behälst du es im Kopf. Aber wie funktioniert das genau?

 

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Die richtige Methode für das Lernen der Grammatik

In meinen Beratungsgesprächen frage ich die Menschen immer danach, welcher Aspekt des Sprachenlernens ihnen zu Schulzeiten schwer gefallen ist und 9 von 10 Personen antworten halb ehrfürchtig, halb entsetzt: GRAMMATIK! Es ist ein unumgängliches Thema für den Schüler sowie für den Lehrer. Nur  8% der Weltbevölkerung empfinden die Grammatik als leicht verständlich, ja lieben sie geradezu und pflegen einen leidenschaftlichen Umgang mit ihr. Auch ich gehöre dazu und empfand zu Schulzeiten sämtliche Unterrichtsstunden, in denen Grammatik gelehrt wurde, als spannend und bereichernd.  In der Grundschule halfen mir Merksätze  und Reime, später dann am Gymnasium habe ich einen Text gelesen und mir die Regeln – quasi induktiv – selbst beigebracht. Im Studium wiederum profitierte ich von meiner Vorstellungskraft, indem ich mir zum Beispiel beim Thema Zeitformen die Situation oder Handlung bildlich vorstellte.  Doch welche Methode lässt nun die restlichen 92% zu Grammatikgenies werden?

 

Die Grammatik einer europäischen Fremdsprache kann in einem 200-seitigen Buch umfassend erklärt werden. Es ist beruhigend zu wissen, dass ein Normalsterblicher nur gut die Hälfte davon beherrschen muss, um sich in einer Fremdsprache adäquat und grammatisch korrekt auszudrücken. Denn wirklich lernenswert sind nur die grammatischen Phänomene, die dem Deutschen unähnlich sind. Doch jede auswendig gelernte Regel nützt uns im Dialog mit einem Engländer, Franzosen oder Spanier nicht viel, da unser Gehirn gar nicht dafür gerüstet ist, Regeln beim Sprechen anzuwenden. Denn im Laufe der Evolution war Grammatik nebensächlich und hat noch nie zum Überleben der Menschheit beigetragen. Auch ich sage immer zu meinen Kunden: Was nützt euch alle Grammatik der Welt, wenn euch die Vokabeln nicht einfallen? Nichtsdestotrotz müssen wir das unbeliebte Stiefkind irgendwie integrieren. 

 

Meine Lernmethode im Studium war schon gar nicht so verkehrt. Vorteilhaft beim Lernen ist es die linke und die rechte Gehirnhälfte zusammenarbeiten zu lassen, wie zum Beispiel beim Lesen. Wenn wir lesen, visualisieren wir auch und können so das Gelesene gut im Gedächtnis behalten. Aber: Unser Gehirn kann Satzstrukturen nicht im Langzeitgedächtnis speichern, dafür aber Inhalte und Bedeutungen umso besser. Manche Regeln müssen einem durch Minisituationen oder Bilder greifbar gemacht werden. Diese mentalen Bilder helfen uns dann beim Sprechen die Regel richtig anzuwenden. Für die französischen Vergangenheitszeitformen nehme ich immer gerne das Beispiel einer Theaterkulisse. Man stelle sich diese einmal vor: Alles was auf der Bühne im Hintergrund steht und passiert (Deko, Wetter, Kleidung, Vogelgezwitscher, etc.) wird im Imperfekt beschrieben. Dagegen werden sämtliche Handlungen auf der Bühne à la "Er erschoss den zwitschernden Vogel" ins Perfekt gesetzt. Natürlich funktioniert das nicht nur mit Bildern, sondern auch mit Signalen, Gesten oder Farben. Fragt gerne mal den Lehrer eures Vertrauens ;)

Mit der richtigen Herangehensweise und Methodik muss Grammatik keine Herausforderung mehr darstellen. Es gilt immer der Grundsatz: So wenig wie möglich, so viel wie nötig!

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Kognaten und wie sie uns das Lernen erleichtern

In meinem Fremdsprachenunterricht fällt mir immer wieder auf, dass meine Lerner sich stark zu Wörter hingezogen fühlen, die ähnlich klingen wie die deutsche Übersetzung. Nenne ich Ihnen zum Beispiel das englische Wort rude als Übersetzung für das deutsche Adjektiv unhöflich, erreicht mich auf der anderen Seite des Tisches ein leises Stöhnen à la „Wie soll ich mir das denn merken?“. Dann kläre ich sie sofort über die Wortverwandtschaft zu dem Wort rüde auf, mit dem ich nicht auf einen männlichen Hund verweise, sondern auf die negative Verhaltensweise. Es klickt in weniger als einer Sekunde und das Wort sitzt bequem im Langzeitgedächtnis.

Vor einiger Zeit hatte ich einen Traum. Darin schrieb ich ein englisches Lehrbuch, das auf einer Geschichte basierte. Diese Geschichte bestand nur aus Wörtern, die der deutschen Sprache in Lautung und Schreibweise sehr ähnlich waren. Ich begann also mich näher mit diesem Thema zu beschäftigen und fand heraus, dass solche Wörter mit dem Begriff Kognaten zusammengefasst werden. Kognaten sind Wörter unterschiedlicher Sprachen, die gleich aussehen, klingen und obendrein noch dieselbe Bedeutung haben.

Momentan bin ich fleißig dabei alle Kognaten, die ich in der englischen, französischen und spanischen Welt so finden kann, zu sammeln, notieren und kategorisieren. Mag sein, dass irgendwann daraus mal ein Lehrbuch entsteht, derzeit reicht es mir aber mit der Kognaten-Methode meinen Unterricht zu gestalten. Ich habe gemerkt, dass die absoluten Anfänger dankbar sind für so einen leichten Einstieg in die Fremdsprache. Durch die Ähnlichkeit zur Muttersprache tritt sehr schnell ein Lernerfolg ein und dadurch steigt die Motivation natürlich enorm.

Doch aufgepasst! Wie so oft gibt es auch hier einen Haken. Wir alle kennen sie ... die false friends. Nein, das Wort eventually heißt leider nicht eventuell und das englische brave hat auch nichts mit unserem brav zu tun. But don’t worry ... alles kein Problem: Es gibt tatsächlich viel mehr Kognaten als false friends und mit der richtigen Methode (und vielleicht auch Vokabelliste!) kann man solchen Fehler vorbeugen.

 

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Fairway - (m)eine Empfehlung

Empfehlung Lehrbuch Englisch Klett Fairway
Fairway Lehr-und Arbeitsbücher von Klett

Ich werde oft nach Lehrbuchempfehlungen gefragt und da ich im Laufe der Jahre mit verschiedenen Lehrwerken gearbeitet habe, kann ich mittlerweile tatsächlich eine Empfehlung aussprechen. Es gibt selbstverständlich mehr als nur einen guten Verlag und die folgenden Arbeitsbücher gelten auch nicht als meine „Lehrwerkbibeln“.

 

Aber sehr oft und gerne arbeite ich im Englischunterricht mit der orangenen Serie „Fairway“ von Klett. Ausgestattet bin ich mit dem Anfängerexemplaren (Niveau A1 und A2), sowie mit dem Buch für fortgeschrittene Lerner (B1). Ich lege stets darauf Wert mit aktuellen Materialien zu arbeiten, die nicht unbedingt die Themen von 19xx behandeln. Die 3 Lehrwerke wurden 2012 sowie 2013 veröffentlicht und sind von der Modernität der Texte und Aufgaben für mich mehr als akzeptabel. Mittlerweile ist die überarbeitete Ausgabe „Fairway New A1“ (2015) erschienen, die inhaltlich wirklich genauso konzipiert ist wie ihr Vorgänger und meiner Meinung nach nur durch ihr neues Design hervorsticht.

 

Was mir an der Fairway Reihe besonders gut gefällt, ist die systematische Aufbereitung der (grammatischen) Themen. So beschäftigen sich Lektion 1 und 2 ausschließlich mit der Verwendung des Verbes (to) be (dt.: sein) und inkludieren nur Vokabeln, die (to) be beinhalten, so dass der Lerner sich intensiv mit der Beugung beschäftigt. Genauso passiert es in den Lektionen 3 und 4 mit dem Verb (to) have (dt.:haben). Jede neue Lektion wiederholt am Anfang die vorherige und enthält am Ende einen Praxisteil. Ich gebe diese Practise Aufgaben dann gerne zur Wiederholung als „Hausaufgabe“ auf. Die Bücher enthalten tolle lebensweltorientierte Texte, die immer zur Konversation anregen und einen hohen Mehrwert bieten.

 

Im Vergleich zu anderen Arbeitsbüchern ist mir aufgefallen, dass hier auf Vollständigkeit Wert gelegt. Meiner Meinung nach ist jedes wichtige grammatische Thema vorhanden und wird zudem noch verständlich bearbeitet. Der Lernerfolg meiner Schüler gibt mir diesbezüglich Recht. Außerdem sind die Hörtexte authentischer präpariert als noch im "Great!" A1 von Klett (2011). Da ziehen sich die Hörübungen wie Kaugummi, weil die Sprecher so extrem langsam sprechen. In den Fairway Bücher ist das Tempo zwar schneller, aber immer noch hörerfreundlich. Weiterhin positiv hervorzuheben sind die Vokabellisten für jedes einzelne Kapitel sowie 32 Seiten  am Ende des Buches mit Zusatzaufgaben für jedes Kapitel. Diese eignen sich besonders für Partner – oder Gruppenarbeiten.

 

Hier hat Klett wirklich eine Reihe veröffentlicht, mit der Lerner, aber auch Lehrer gerne arbeiten. Ganz klar: kaufbar! 

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"Schule produziert lustlose Pflichterfüller"

In einem Interview vom 15. April 2012 spricht der bekannte Neurobiologe Gerald Hüther davon, dass "Lernen unter die Haut gehen muss". Je stärker sich der Lernststoff auf die Lebenswelt des Lerners bezieht, desto leichter fällt ihm das Verinnerlichen und das Gelernte ist eher wieder abrufbar. 

 

Auch Sprachen Voss vertritt diese These und bemüht sich stets, die Umwelt, die Interessen sowie den Alltag des Lerners in den Lernprozess miteinzubeziehen. 

 

Einen Ausschnitt des Interviews lesen Sie hier:

 

Karin Riss 

derStandard.at 

 

STANDARD: Sie sagen, um nachhaltig zu lernen, braucht das Hirn vor allem Begeisterung. Aber kann Lernen ohne Druck überhaupt funktionieren?

 

Gerald Hüther: Die Hirnforschung kann inzwischen zeigen, dass sich im Hirn nur dann etwas ändert, wenn es unter die Haut geht. Das Hirn ist kein Muskel, den man trainieren kann, indem man viel übt. Im Hirn passiert immer erst dann etwas, wenn derjenige, der lernt, das für sich selbst als wichtig beurteilt. Denn nur dann lässt man sich davon berühren, dann gehen die emotionalen Zentren an. Und immer dann, wenn im Hirn diese emotionalen Zentren aktiviert werden, wird eine Art Dünger ausgeschüttet. Der düngt gewissermaßen das Dahinterliegende, was man im Zustand der Begeisterung an Netzwerken aktiviert hat. Und das führt dazu, dass man immer das, was man mit Begeisterung lernt, auch so gut behält.

 

STANDARD: Warum lernen kleine Kinder so viel und leicht?

 

Hüther: So ein kleiner Dreijähriger hat ja am Tag 50 bis 100 Begeisterungsstürme, wo dann jedes Mal diese Gießkanne der Begeisterung im Hirn angeht und wo das alles gedüngt wird. So, und dann schicken wir die Kinder in die Schule. Da stimmt doch irgendetwas nicht, wenn dann an dem Ort, wo eigentlich diese Begeisterung genutzt werden sollte, das Wichtigste verlorengeht, was die Verankerung dieser neuen Erfahrung im Hirn erst ermöglicht. Da sind wir mit unserem Schulsystem offenbar auf einem Irrweg gelandet.

 

STANDARD: Wie kann Schule in Hinkunft denn gelingen?

 

Hüther: Es gibt bereits einige dieser anderen Schulen. Schulen, wo den Schülern etwas geboten wird, was sie verzaubert. Und das findet eben nicht statt, wenn man anfängt, Kinder zu unterrichten und ihnen etwas beibringen zu wollen. Es ist ein großes Missverständnis, zu denken, indem man dem anderen sagt, wie er's machen soll, könne man bei ihm im Hirn irgendeine Veränderung auslösen. So geht das nicht. Das geht nur, wenn der andere sich davon berühren lässt. Wenn er das toll findet. Dann will er's wissen. Und wenn er's wissen will, dann lernt er's auch. Es würde auch reichen, wenn die Kinder nur ein Fünftel der Zeit zur Schule gingen, wenn in dieser Zeit wirklich etwas passieren würde.

 

Das vollständige Interview lesen Sie hier: 

 

http://derstandard.at/1334368981969/Hirnforscher-Schule-produziert-lustlose-Pflichterfueller

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